Die Methode im Detail

Systemisch-Lösungsorientiert-Konstruktivistisch


Das System

Die systemische Beratung geht davon aus, dass sich komplexe Themen nicht lösen lassen, wenn man die Aufmerksamkeit nur auf ein Element richtet. Das heißt, fokussiert wird nicht das Verhalten jedes Einzelnen sondern das Zusammenspiel, die Interaktion zwischen den Menschen und ihre wechselseitige Beeinflussung.

 

Die wissenschaftliche Erforschung von Systemen im Bereich der Technik, der Biologie und der Soziologie führte zur Entwicklung der Systemtheorie. 

 
Es bedarf oft nur minimaler Veränderungen in Ihrer Haltung oder Ihres Verhaltens, damit sich Ihr Thema in die von Ihnen gewünschte Richtung entwickeln kann - und dabei ist Ihr Umfeld von großer Bedeutung!


Die Lösungsorientierung

Die Lösungsorientierung geht von der Annahme aus, dass jeder Mensch, seine Lösungen und Ressourcen in sich trägt, um bestmöglich auf sein individuelles Problem zu antworten.

 

Dabei orientiere ich mich an den drei Grundprinzipien der Lösungsorientierung (Steve de Shezar | Insoo Kim Berg):

  1. Repariere nicht, was nicht kaputt ist!
    Der lösungsorientierte Ansatz respektiert Ihre persönlichen Lebensentwürfe, und unterstützt Sie dabei, Ihre eigenen Ziele zu verfolgen und Ihre eigenen Stärken zu entwickeln und zu erweitern.
     
  2. Wenn etwas funktioniert, mache mehr davon!
    Die Lösung Ihrer Probleme liegt in Ihnen. Oft entdeckt man Lösungen und erste Schritte in Richtung Ziel, die für Sie unbedeutend und vernachlässigbar wirken. Der lösungsorientierte Ansatz sucht gezielt nach solchen Ausnahmen, in denen das Problem schwächer oder sogar nicht existent ist, und versucht diese Ausnahmen zu verstärken.
     
  3. Wenn etwas nicht funktioniert, wiederhole es nicht. Mach etwas anderes!
    Traditionell und kulturell verankerte Botschaften, lassen uns oft in dem Glauben, dass nicht gelungene und gemeisterte Anforderungen durch noch mehr Anstrengungen irgendwann gelöst werden sollen.
    Der lösungsorientierte Ansatz rät hierbei, Energie dort zu investieren, was gelingt (siehe Punkt 2) und nicht noch mehr und mehr Anstrengung in etwas zu investieren, das augenscheinlich nicht zum Ziel führt.
    „Probiere einfach etwas Neues“ lautet die Devise! 

Der Konstruktivismus

Im Konstruktivismus, einer philosophischen und wissenschaftlichen Grundhaltung, die sich seit 1965 entwickelt hat, wird die Erkenntnis von Wirklichkeit als subjektiv bedingt angesehen. Um es mit den Worten von Paul Watzlawick zu sagen:

 

"Wie wirklich ist die Wirklichkeit?"

 

Jeder Mensch gestaltet sich seine eigene Wirklichkeit.

Grundlage dafür sind die eigenen Erfahrung, die über die Körpersinne zu einem Bild zusammengefügt werden. Jede Wahrnehmung ist das Ergebnis eines Sinnesreizes und dessen Verarbeitung im Nervensystem. 

 

Das heißt soviel wie, dass bei jeder Interpretation einer Situation, die gesamte gemachte vergangene Erfahrung des jeweiligen Menschen in seine Betrachtung und Bewertung mit einfließt. So kann ein und die selbe Situation unterschiedliche Reaktionen bei unterschiedlichen Menschen auslösen.

 

Überlegen Sie einmal, wie viele Situationen Ihnen einfallen, wo Menschen unterschiedlich reagieren...?

 

Das Potential, dass in dieser Grundhaltung steckt ist enorm, denn wer die Erfahrung macht, seine Wirklichkeit selbst konstruieren zu können, übernimmt dadurch auch die Verantwortung für sein Leben und betrachtet unterschiedliche Meinungen, Haltungen, etc. als das was es ist: die Wirklichkeit des anderen.